Es ist zwar ein wenig ausgelutscht, aber Hannover hat tatsächlich nicht den besten Ruf. Die Stadt muss deshalb Touristen aktiv anlocken. Das wird jedoch schwierig: Das Geld fürs Marketing ist alle.
Bis auf ein paar bunte Hannover-Bilder in kleineren Kampagnen passiert in diesem Jahr – nichts.
Das liegt an den Finals 2026. Was kann das sein?, fragte ich mich selbst. Es handelt sich um ein Sportereignis, das in Hannover stattfindet. «Eine große Chance», meinen die Marketing-Leute.
Über den Spielplatz fegen Sandstürme, alles ist trocken und staubig. Ich muss schon tief graben, um an den guten Sand zu kommen, der sich für Burgen eignet. Der Spielplatz ist schon jetzt ein heißer Wüstenplanet, die Sonne ballerte gestern gnadenlos – und wir haben erst Mai.
Wie wohl der kommende Sommer werden wird? Vielleicht ziemlich hot, berichtet der Spiegel:
Den Flüssen fehlt Wasser, der Boden ist außergewöhnlich trocken, Waldstücke brennen – Fachleute zeigen sich beunruhigt über die anhaltende Dürre. Für die kommenden Monate deutet sich zudem eine bedrohliche Wetterlage an.
Kommt da also ein neuer «Jahrhundertsommer» auf uns zu? Was steckt hinter den Vorhersagen? Kachelmannwetter ordnet in einem Video sachlich ein.
Nachtrag, 1. September: Für einen Rekordsommer hat es dieses Jahr wohl nicht gereicht.
Forscher haben eine Farbe sichtbar gemacht, die nie jemand zuvor erblickt hat: Olo heißt sie.
Dem Fachteam um [Austin] Roorda ist es gelungen, bei einer Handvoll Freiwilligen – einer von ihnen war er selbst –, nur die M-Zapfen zu aktivieren. Diese senden dann ein gänzlich neues Farbsignal an das Gehirn.
Die neue Farbe sei eine «Mischung aus Blau und Grün», aber mit einer «nie dagewesenen Sättigung». Siehe dazu auch: Wikipedia.
Viele Eltern haben keine Lust mehr, ihren Kindern etwas vorzulesen, berichtet The Guardian:
Less than half of parents find it fun to read aloud to their children, new research shows.
Es mache keinen Spaß, nörgelten die befragten Eltern. Mehr dazu auch auf kottke.org, interessant auch die Kommentare dort: «Incredibly sad.»
In Hannover gibt es in der List die Lister Meile. Eine charmante Fußgängerzone, in der man alles erledigen kann, kaufen kann, was man so benötigt. Zum Beispiel: guten Kaffee und Bücher. Leider müssen immer mehr Läden schließen; aufgeben. Die Mieten steigen. Die Vermieter sind gierig, wollen immer mehr Kohle. Neulich gab einer meiner Lieblingsbuchläden auf. Das war hart. Sie hatten stets eine erstaunlich gute Auswahl, die meinen literarischen Geschmack traf. Aus und vorbei. Nun geht das Sterben weiter, berichtet die HAZ:
Drei Boutiquen verlassen die beliebte Einkaufsstraße Lister Meile. Wenn Mietverträge auslaufen, sind die neuen Verträge für private Einzelhändler oft kaum zu bezahlen. Daher übernehmen immer mehr Ketten und Gastrobetriebe die frei werdenden Ladenlokale.
Ketten kommen, die LiMei wird eine neue Innenstadt – oder was? Alles wandelt sich, manchmal jedoch waren Dinge früher doch besser.
Im vergangenen Jahr starben 441 Radfahrer:
Die größte Gefahr für Fahrradfahrende stellen der Auswertung nach Autos dar: 70,7 Prozent der 92.882 Fahrradunfälle mit Personenschaden waren Kollisionen mit Autos. Dabei trugen die Autofahrer laut dem Statistischen Bundesamt zu 75,3 Prozent die Hauptschuld.
Einfach die Straßen rot anzumalen und ein paar Striche hinzuschmieren, reicht wohl doch nicht aus, um Radfahrer zu schützen.
Endlich habe ich Asteroid City von Wes Anderson gesehen. Ich fand ihn schön, also visuell, und habe ihn gern geschaut – ich habe aber die Schwarzweiß-Szenen etwas … gehasst. Die gingen mir auf die Nerven, ich wollte viel lieber mehr Zeit in der Asteroid City verbringen, in dem Motel, im Diner, im Krater.
Die New York Times schrieb:
The colors are mesmerizing and ever-so-gently destabilizing. These pigments signal that you’ve entered a new fictional realm that, like the television studio, is at once immediately recognizable and somehow foreign.
Jemand bei Letterboxd schrieb wiederum sehr passend, dass er sich «gesättigt» gefühlt habe. Von Andersons Stil und seinen Spleens. Und es stimmt schon. Die Zeit fragte: «Was hält Andersons Werk zusammen, außer die Ästhetik?»
Astronomen haben auf dem Exoplaneten K2-18b vielversprechende Hinweise auf Leben entdeckt:
Astronomers have detected the most promising signs yet of a possible biosignature outside the solar system, although they remain cautious.
Das Ding ist allerdings ziemlich weit weg: 124 Lichtjahre. Außerdem ist der Planet von einem riesigen Ozean bedeckt.
Diese Überschrift vom Spiegel ist mir ins Auge gefallen: Mysteriöser «Yogtze»-Fall nach 41 Jahren aufgeklärt.
Als er 1984 verschwand, soll er einen Zettel hinterlassen haben, darauf geschrieben: «Yogtze». Später fanden Lkw-Fahrer Günter S. schwer verletzt und nackt in seinem Auto. Er starb. Nun sagen Behörden: Es war ein Verkehrsunfall.
Wikipedia hat auch eine Seite zum Fall.