Ein Buchtipp für Lanzarote-Fans: Building Paradise von Fabian Freytag, erschienen bei Callwey. Das Buch …
… verbindet persönliche Reflexion, gestalterische Einblicke und kulturelle Beobachtungen und untersucht, wie ein Paradies im Spannungsfeld von Schönheit und Zerstörung gebaut, verloren und neu gedacht werden kann. Mit eindrucksvoller Fotografie und einer reflektierten Erzählweise lädt es die Leser:innen ein, die Insel – und die Idee des Paradieses selbst – als einen lebendigen Prozess von Transformation und Schöpfung zu begreifen.
Ich stieß in einer älteren Ausgabe von The Weekender darauf und erinnerte mich an frühere Urlaube auf der Insel: wie der Weihnachtsmann auf dem Kamel angeritten kam, wie ich als Kind ganz gierig auf diese illegalen Gameboy-Spiele war, die sie in den Touristenstädten verkauft haben … wie wir faul am Pool lagen, an den Stränden, in der Sonne. Und auch die Architektur hat sich eingebrannt: die Häuser von Manrique, das Weiß der Fassaden, das dunkle Lavagestein. Schön!
Buidling Paradise kostet knapp 50 Euro. Gibt es auch bei Amazon (Werbung).
Stille Örtchen in Japan sind besonders schön, wie die Website Tokyo Toilet beweist. Als wir – meine Frau und ich – damals durch Japan streiften, war ich doch sehr froh über die hohe Toilettendichte. Meine Verdauung kam nämlich mit der Zeitverschiebung irgendwie nicht klar, aber das ist wohl TMI. Jedenfalls sollte es überall so sein, wie in Japan: Überall sollte man gratis aufs Klo gehen können, vor allem in Deutschland, wo jede Miktion einen Euro und mehr kostet.
Heute: 33 Grad, sonnig; Freitag: 36 Grad, sonnig,; Samstag: 38 Grad, sonnig. Sonntag: 39 Grad, sonnig und Gewitter. Just for the record.
Nachtrag: Heute ist Samstag, es ist 13:29 Uhr. Wir haben derzeit 36 Grad C. Morgen sollen es nicht 39 Grad werden, wie angekündigt, sondern «nur» 33 Grad. (Und so kam es dann auch: Sonntag, 17:43 Uhr: 33 Grad.)
Beim Friseur weiß ich nie, ob es eigentlich meine Pflicht ist, eine (gute) Unterhaltung zu starten. Oder wenigstens Small Talk. Aber ich schweige gern und tagträume, während der Friseur seine Sache macht. Vielleicht findet er es auch mal ganz schön, nicht zuhören zu müssen; nicht quatschen zu müssen. «Junge, frag ihn doch einfach!», brüllt plötzlich der Golfer, der mir gegenübersitzt. Er berichtet gerade davon, dass er nun täglich auf dem Platz steht, weil er neuerdings im Ruhestand ist. Bisschen zappelig ist der Kerl, macht mich ganz nervös – wo war ich?
Oder der Friseur hasst diese Stille, die da nun einmal ist. Immerhin dudelt im Hintergrund das Radio, das muss doch reichen, denn ich habe heute leider keine Lust, zu sprechen. Zwischendurch werfe ich einen Blick auf die abgeschnittenen Haare und denke: ziemlich grau …
Der Golfer fährt seinen Bericht fort: Er würde auf dem Golfplatz stets ehemalige Kollegen treffen, die sind auch alle im Ruhestand. Er könne sich den Tag komplett neu einteilen, wunderbar. Ich denke kurz daran, dass ich wahrscheinlich noch zweihundert Jahre bis zu meiner Rente schuften muss. Was sind da schon fünfzehn Minuten beim Friseur, die ich schweigend verbringe?
PS: Offenbar gibt es in einigen Salons einen «Quiet Chair». Wer sich dorthin setzt, will die Fresse halten (und eine neue Frisur). Natürlich gibt es so etwas nicht in Hannover, nee, ditt gibt’s halt nur in Berlin, wa?
Nachdem mich mein VanMoof S2 mehrmals im Stich gelassen hat, erwarb ich im Internet ein neues E-Bike (also ein Pedelec): das Citylite:On von Canyon. Tolles Rad, da ist alles dran, was ich brauche. Ich kann einen Kindersitz draufsetzten oder einen Korb installieren (eigentlich sogar zwei). Mehr Details zu dem Fahrrad und meine ersten Eindrücke habe ich auf meiner Website notiert: Testfahrt mit dem Canyon Citylite:On. Die ersten 300+ Kilometer sind gefahren, zumeist brauste ich zur Arbeit, durch den Stadtwald. Fast immer im Turbo-Modus, weil ich es eilig habe (aber nicht schwitzen möchte).
Was ich seltsam finde: Jeden Tag sterben Hunderttausende Tiere – sie werden für den Genuss geschlachtet, 120.000 Schweine1 pro Tag. Kein Problem, alles normal so weit. Strandet nun aber ein Wal, der sterben will, lässt man ihn nicht sterben – Menschen müssen ihn «retten». Doch am Ende stirbt die Hoffnung ohnehin.
Und dann war da dieser fiese Hund «Sam», der seinen Halter tötete2. Eine Gefahr für Menschen, doch das Tier wird nicht erschossen (wie der Tiger), sondern soll an einen anderen Halter gehen. Absurd, oder?
Summer in the city: Ist in Zukunft leider kein großer Spaß mehr – danke, Klimawandel! Besonders schlecht ist Hannover gewappnet, berichtet der NDR:
Beim Hitzebetroffenheitsindex schneidet in Niedersachsen Hannover am schlechtesten ab – mit einem Wert von 16,79.
Der «Versiegelungstrend» ist positiv, was negative Auswirkungen hat. Es wäre also sinnvoll, Parkplätze zu entfernen und Bäume zu pflanzen. Na ja.
Ergänzung: Die HAZ hat fünf Orte in der City identifiziert, die besonders grau und heiß sind.
Unbekannte beschädigen Bäume, sodass sie absterben:
Baumfrevel wie in Linden kommt in Hannover öfter vor. Im vergangenen Jahr litten zum wiederholten Mal die Bäume in der Laatzener Leinemasch unter Angriffen durch Axt, Machete und Gift. Und zuletzt gab es ähnliche Vorfälle in der Südstadt und in Anderten, wo Bäume illegal gefällt oder sogar mit Säure beschüttet wurden.
Die Täter – es werden Männer sein – sind unbekannt. Die Gründe ebenso.
Ein Tiger auf der Flucht, der Spiegel berichtet:
Es war ein Koloss von einem Tier, rund 280 Kilogramm schwer […]. Die Raubkatze hatte sich aus ihrem Gehege befreit und einen 72-Jährigen angegriffen. Dann machte sich das Tier auf in Richtung der Kleingartenanlage.
Angst und Schrecken in der Schrebergartenanlage! Der Tiger war nicht etwa aus einem Zoo entkommen, sondern wurde privat gehalten von einer ehemaligen Dompteuse. Die Bullen haben den Tiger dann erschossen. Bäm!
Siehe auch: Doch kein Löwe.