Superreiche kaufen Dinosaurierskelette für viele Millionen Dollar. Schlecht: Wissenschaftler haben zu den privaten Sammlungen keinen Zugang. Nun verschwindet wieder ein Dino, ein T-Rex, der für 50 Millionen US-Dollar verkauft wurde.
Deutsche gucken immer so. Starren. Gaffen. Schauen. Beobachten. Jetzt ist der «German Stare» zum Internet-Hit geworden, berichtet die SZ:
Das natürliche Habitat des «German Stare» scheint laut Social Media die Deutsche Bahn zu sein. Wer dort kurz vom Handy aufblickt, trifft oft auf ein Gesicht, das ihn seit unbestimmter Zeit fixiert. Nicht aggressiv, nicht freundlich – einfach intensiv. Der Deutsche schaut nicht zufällig. Sondern gründlich und ausdauernd.
Deutsche schauen, um zu kontrollieren. Was macht der da?
«Menschen verbringen jedes Jahr mehrere Tage mit der Auswahl von Streaminginhalten», meldet Spiegel. Glaube ich gern – und ich hasse es so: Vor dieser grausigen Bedienoberfläche herumzulungern, um einen Film auszusuchen. Ich habe schlimme Netflix-Fatigue und möchte am liebsten einfach ProSieben schauen. Wie früher. Und um 18 Uhr gibt es Simpsons.
Die Natur ist schön, klar, die Landschaften, die Auen, die Seen und all das. Aber deutsche Innenstädte, oje, die sind leider pottenhässlich. Und vollkommen austauschbar: Hannover ist überall. Warum das so ist, ergründet der Video-Essay: Warum wurde Deutschland so hässlich? Sehenswert.
Manchmal vergesse ich (kurz), welche Musik ich mag, welche Bands ich gern höre. Ich öffne Spotify und starre auf die grässliche Bedienoberfläche und weiß schlicht nicht, was ich hören könnte. Irgendwann fällt es mir vielleicht ein, ach, Radiohead! Oder mal wieder Lana Del Rey? Lorde? Oder Dings, wie heißen sie doch gleich? Oder mal wieder Bob Dylan? Frank Zappa? Oder Coltrane?
Wenn ich gar mehr nicht weiterweiß, mache ich ein Mixtape an und rege mich bei jedem Lied auf, dass ich es schon tausendmal gehört habe. Der Algorithmus traut sich nicht, von einem Album die anderen Songs zu spielen, immer nur der Hit. I’m a creep, I’m a weirdo …
(Manchmal vermisse ich glatt meinen alten CD-Tower. Eine überschaubare Auswahl, gute Alben, peinliche Singles, aber da fand sich immer etwas, das ich in den CD-Player einwerfen konnte. Dann eben mal wieder 13 von Die Ärzte. Diesen Tower gibt es aber nicht mehr.)
Allein in den Wochen vor der großen Hitzewelle sind in Deutschland 800 Menschen an der Hitze gestorben. Vor allem ältere Personen hat es getroffen. Wie viele Menschen während der Hitzewelle ums Leben kamen, ist noch unbekannt.
Nachtrag, 9. Juli: 5.120 Menschen sind in diesem Sommer durch Hitze gestorben, berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI).
Ein Buchtipp für Lanzarote-Fans: Building Paradise von Fabian Freytag, erschienen bei Callwey. Das Buch …
… verbindet persönliche Reflexion, gestalterische Einblicke und kulturelle Beobachtungen und untersucht, wie ein Paradies im Spannungsfeld von Schönheit und Zerstörung gebaut, verloren und neu gedacht werden kann. Mit eindrucksvoller Fotografie und einer reflektierten Erzählweise lädt es die Leser:innen ein, die Insel – und die Idee des Paradieses selbst – als einen lebendigen Prozess von Transformation und Schöpfung zu begreifen.
Ich stieß in einer älteren Ausgabe von The Weekender darauf und erinnerte mich an frühere Urlaube auf der Insel: wie der Weihnachtsmann auf dem Kamel angeritten kam, wie ich als Kind ganz gierig auf diese illegalen Gameboy-Spiele war, die sie in den Touristenstädten verkauft haben … wie wir faul am Pool lagen, an den Stränden, in der Sonne. Und auch die Architektur hat sich eingebrannt: die Häuser von Manrique, das Weiß der Fassaden, das dunkle Lavagestein. Schön!
Buidling Paradise kostet knapp 50 Euro. Gibt es auch bei Amazon (Werbung).
Stille Örtchen in Japan sind besonders schön, wie die Website Tokyo Toilet beweist. Als wir – meine Frau und ich – damals durch Japan streiften, war ich doch sehr froh über die hohe Toilettendichte. Meine Verdauung kam nämlich mit der Zeitverschiebung irgendwie nicht klar, aber das ist wohl TMI. Jedenfalls sollte es überall so sein, wie in Japan: Überall sollte man gratis aufs Klo gehen können, vor allem in Deutschland, wo jede Miktion einen Euro und mehr kostet.
Heute: 33 Grad, sonnig; Freitag: 36 Grad, sonnig,; Samstag: 38 Grad, sonnig. Sonntag: 39 Grad, sonnig und Gewitter. Just for the record.
Nachtrag: Heute ist Samstag, es ist 13:29 Uhr. Wir haben derzeit 36 Grad C. Morgen sollen es nicht 39 Grad werden, wie angekündigt, sondern «nur» 33 Grad. (Und so kam es dann auch: Sonntag, 17:43 Uhr: 33 Grad.) ··· Nun ist wieder Freitag, der 3. Juli, und es herrschen angenehme 20 Grad C., es ist windig. Die Hitze der vergangenen Woche ist fast vergessen.